Wird Das E-Auto-Laden Beim Einkauf Zum Neuen Standard?

Der Besuch im Supermarkt wandelt sich im Norden der Bundesrepublik gerade von einer rein pragmatischen Besorgung von Lebensmitteln zu einem hocheffizienten Boxenstopp für die individuelle Mobilität. Während Kunden in den Gängen nach frischen Produkten suchen, fließt auf dem Parkplatz die notwendige Energie für die kommenden Fahrten in die Batterien ihrer Elektrofahrzeuge, was eine völlig neue Synergie zwischen alltäglichen Erledigungen und technischer Infrastruktur schafft. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer gezielten Strategie, die den Einzelhandel als einen der wichtigsten Pfeiler der flächendeckenden Ladeinfrastruktur begreift. Die Handelsunternehmen famila und Markant nehmen hierbei eine Vorreiterrolle ein, indem sie ihre großflächigen Parkplatzareale konsequent zu modernen Mobilitätshubs umgestalten. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ein zusätzliches Serviceangebot, sondern um die fundamentale Erkenntnis, dass die Akzeptanz der Elektromobilität untrennbar mit der Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten an Orten des öffentlichen Lebens verknüpft ist. Die dahinterstehende Bartels-Langness-Gruppe hat erkannt, dass die Verweildauer während eines Wocheneinkaufs ideal mit den technischen Anforderungen moderner Schnellladestationen korrespondiert. So wird das Laden des Fahrzeugs zu einem fast beiläufigen Prozess, der keinen zusätzlichen Zeitaufwand im ohnehin oft hektischen Alltag der Menschen erfordert. In einer Zeit, in der Effizienz und Zeitersparnis oberste Priorität genießen, entwickelt sich dieser integrierte Ansatz schnell zum neuen Maßstab für kundenorientierten Handel und nachhaltige Stadtentwicklung gleichermaßen.

Strategische Etappen: Die Expansion im Norden Deutschlands

Die Umsetzung dieser ambitionierten Pläne folgt einem präzise getakteten Zeitplan, der eine massive Verdichtung des Ladenetzwerks in den kommenden Monaten vorsieht. Bis zum Ende des laufenden Jahres 2026 werden bereits mindestens 78 Standorte der Marken famila und Markant mit modernster Ladetechnik ausgestattet sein, was einen bedeutenden Meilenstein in der regionalen Versorgung darstellt. Dieser Prozess ist jedoch nur der erste Teil einer umfassenden Ausbauwelle, da bereits für das Jahr 2027 die Integration von weiteren 36 Standorten fest eingeplant ist. Durch diese konsequente Staffelung stellen die Unternehmen sicher, dass die infrastrukturelle Erschließung mit der wachsenden Anzahl an Elektrofahrzeugen auf den Straßen Schritt hält. Die geografische Ausrichtung konzentriert sich dabei auf die Kernregionen im Norden, wobei Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Fokus stehen. Nahezu jeder Markt der Gruppe wird damit zu einer verlässlichen Anlaufstelle für Fahrer von Elektroautos, was besonders in ländlich geprägten Gebieten, in denen die öffentliche Ladeinfrastruktur oft noch Lücken aufweist, von entscheidender Bedeutung ist. Die Handelsketten nutzen ihre bestehende Präsenz in der Fläche, um eine Brücke zwischen urbanen Zentren und dem Umland zu schlagen.

Dieser flächendeckende Ansatz verfolgt das Ziel, die sogenannte Reichweitenangst endgültig aus den Köpfen der Verbraucher zu verdrängen, indem Lademöglichkeiten dort entstehen, wo die Menschen ohnehin hinfahren. Die Entscheidung, fast das gesamte Filialnetz einzubeziehen, unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Elektromobilität innerhalb der Unternehmensstrategie eingenommen hat. Es handelt sich hierbei nicht um punktuelle Prestigeprojekte, sondern um eine infrastrukturelle Basisversorgung, die den Norden Deutschlands zu einer Modellregion für die Integration von Handel und Verkehrswende macht. Die planmäßige Erweiterung bis tief in das Jahr 2027 hinein verdeutlicht zudem die langfristige Investitionsbereitschaft der Bartels-Langness-Gruppe. Durch die Schaffung einer derart dichten Netzstruktur wird die Attraktivität der Standorte nachhaltig gesteigert, da Kunden ihre Einkaufsentscheidung zunehmend auch von der Verfügbarkeit leistungsstarker Ladepunkte abhängig machen. In der Konsequenz führt dieser Ausbau zu einer signifikanten Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, da die Standorte als moderne Dienstleistungszentren wahrgenommen werden, die weit über den Verkauf von Waren hinausgehen. Die konsequente Umsetzung dieser Etappen sichert somit nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der Supermärkte, sondern leistet einen messbaren Beitrag zur Dekarbonisierung des Individualverkehrs in der gesamten Region.

Hochleistungstechnologie: Das Fundament des Deutschlandnetzes

Ein zentraler Pfeiler dieser technologischen Offensive ist die aktive Beteiligung am staatlich geförderten „Deutschlandnetz“, welches die Errichtung von hunderten neuen Schnellladepunkten an strategisch günstigen Positionen vorsieht. Allein an 41 famila-Warenhäusern und vier Markant-Standorten entstehen im Rahmen dieses Programms insgesamt 380 Ladepunkte, die technologisch an der Spitze des derzeit Machbaren stehen. Mit einer beeindruckenden Ladeleistung von bis zu 400 kW wird das Laden während des Einkaufs zu einer Angelegenheit von wenigen Minuten, da moderne Fahrzeugbatterien in kürzester Zeit signifikante Reichweiten nachladen können. Diese Ultra-Schnellladestationen sind speziell darauf ausgelegt, den Zeitaufwand für den Nutzer so gering wie möglich zu halten, sodass die Batterie oft bereits wieder voll einsatzbereit ist, bevor der Einkaufswagen zurückgebracht wurde. Die technische Ausstattung folgt dabei strengen europäischen Standards, wobei der CCS-Stecker (Combined Charging System) als universelle Schnittstelle dient. Dies garantiert eine maximale Kompatibilität mit nahezu allen gängigen Elektrofahrzeugen auf dem Markt, vom kompakten Stadtwagen bis hin zur luxuriösen Reiselimousine. Die hohe Leistung pro Ladepunkt stellt zudem sicher, dass auch bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Säulen keine signifikanten Einbußen bei der Ladegeschwindigkeit zu befürchten sind.

Ergänzend zu den Projekten des Deutschlandnetzes investiert das Unternehmen massiv in Eigenregie und in Kooperation mit spezialisierten Partnern in weitere 76 Ladeparks. Hier entstehen zusätzliche 480 Ladepunkte, die das Netzwerk vervollständigen und für eine hohe Verfügbarkeit sorgen, selbst zu Stoßzeiten am Wochenende. Die Installation von mindestens zwei ultraschnellen Ladepunkten pro Standort minimiert das Risiko von Wartezeiten und erhöht die Verlässlichkeit für die Nutzer erheblich. Diese Kombination aus staatlich gefördertem Grundnetz und privatwirtschaftlicher Ergänzung schafft eine robuste Infrastruktur, die für die Anforderungen der kommenden Jahre bestens gerüstet ist. Technisch gesehen setzen famila und Markant auf zukunftssichere Hardware, die modular erweitert oder bei Bedarf technologisch aufgerüstet werden kann. Dies ist ein entscheidender Faktor, da die Entwicklung der Batterietechnologie rasant voranschreitet und immer höhere Ladeleistungen ermöglicht. Durch die Bereitstellung dieser Hochleistungstechnologie positionieren sich die Handelsunternehmen als kompetente Partner der Mobilitätswende, die nicht nur auf den aktuellen Bedarf reagieren, sondern proaktiv die technischen Voraussetzungen für eine emissionsfreie Zukunft schaffen. Die Integration dieser komplexen Systeme in die bestehende Parkplatzlandschaft erfordert zudem eine intelligente Netzplanung und Laststeuerung, um die lokale Stromversorgung stabil zu halten und gleichzeitig maximale Leistung zu garantieren.

Nutzerkomfort: Flexibilität und Barrierefreier Zugang

Die Akzeptanz einer neuen Technologie hängt maßgeblich von ihrer Einfachheit im täglichen Gebrauch ab, weshalb famila und Markant besonderen Wert auf einen niederschwelligen Zugang zu ihren Ladestationen legen. Ein entscheidendes Merkmal ist die uneingeschränkte öffentliche Verfügbarkeit der Ladeparks, die an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag, zugänglich sind. Dies bedeutet, dass die Infrastruktur nicht nur während der Ladenöffnungszeiten für Kunden zur Verfügung steht, sondern auch in den Nachtstunden oder an Feiertagen als verlässliche Energiequelle dient. Diese Entscheidung verwandelt die Parkplätze der Supermärkte in echte Mobilitätshubs für das gesamte umliegende Quartier oder für Durchreisende. Fahrer, die beispielsweise in Stadtwohnungen ohne eigenen Tiefgaragenstellplatz leben, erhalten so eine komfortable Möglichkeit, ihr Fahrzeug in unmittelbarer Nähe zum Wohnort schnell und zuverlässig aufzuladen. Die Parkflächen verlieren damit ihren Charakter als reine Abstellflächen für Konsumenten und gewinnen eine neue, gesellschaftlich relevante Funktion als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dieser offene Ansatz fördert das Vertrauen in die Elektromobilität, da die Verfügbarkeit von Energie nicht mehr an restriktive Bedingungen geknüpft ist.

Um den Bezahlvorgang so transparent und unkompliziert wie möglich zu gestalten, wurde ein System implementiert, das eine Vielzahl von Zahlungsmethoden unterstützt und somit niemanden ausschließt. Nutzer haben die freie Wahl, ob sie spezialisierte Lade-Apps verwenden, klassische Ladekarten verschiedener Roaming-Anbieter nutzen oder den Vorgang ganz klassisch und spontan per Kredit- oder Debitkarte abwickeln. Besonders das kontaktlose Bezahlen direkt an der Ladesäule stellt einen wichtigen Komfortfaktor dar, da es die Notwendigkeit von vorherigen Registrierungen oder Abonnements eliminiert. Diese Flexibilität ist ein wesentlicher Bestandteil des kundenorientierten Konzepts, da sie den spontanen Ladevorgang ohne bürokratische Hürden ermöglicht. Darüber hinaus sorgt eine klare Beschilderung und eine intuitive Benutzerführung an den Terminals dafür, dass auch Personen, die zum ersten Mal ein Elektroauto laden, den Vorgang problemlos meistern können. Die Standorte sind zudem so konzipiert, dass die Ladebereiche gut beleuchtet und sicher gestaltet sind, was besonders in den Abendstunden das Sicherheitsgefühl der Nutzer stärkt. In der Summe dieser Maßnahmen entsteht ein Nutzererlebnis, das sich nahtlos in den Alltag integriert und das Laden von Elektroautos von einer technischen Notwendigkeit zu einer komfortablen Selbstverständlichkeit macht.

Kontinuität: Wurzeln und Vision der Bartels-Langness-Gruppe

Das aktuelle Großprojekt ist keine kurzfristige Reaktion auf politische Trends, sondern die logische Fortsetzung einer Strategie, die bei famila und Markant bereits vor über einem Jahrzehnt ihren Anfang nahm. Schon im Jahr 2015 wurden die ersten öffentlichen Ladestationen auf den Grundstücken des Unternehmens errichtet, was zu einem Zeitpunkt geschah, als die Elektromobilität in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte. Diese frühe Pionierarbeit hat es dem Kieler Familienunternehmen ermöglicht, wertvolle Erfahrungen im Betrieb und in der Wartung solcher Anlagen zu sammeln und die Bedürfnisse der Nutzer frühzeitig zu verstehen. Aktuell können bereits 50 Standorte auf eine funktionierende und etablierte Ladeinfrastruktur zurückgreifen, was die Ernsthaftigkeit des langfristigen Engagements unterstreicht. Die familiengeführte Struktur der Bartels-Langness-Gruppe, kurz Bela genannt, spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie eine werteorientierte Unternehmensführung ermöglicht, die über kurzfristige Quartalszahlen hinausblickt. Die regionale Verbundenheit mit dem Norden Deutschlands verpflichtet das Unternehmen dazu, die eigene Infrastruktur so zu nutzen, dass sie einen positiven Effekt auf die Lebensqualität und die Umweltbedingungen in der Heimatregion hat.

In der Geschäftsführung herrschte Einigkeit darüber, dass die Umgestaltung der Parkflächen ein wesentlicher Beitrag zur ökologischen Transformation des gesamten Verkehrssektors ist. Christian Lahrtz und sein Team haben frühzeitig erkannt, dass die Transformation der Stellplätze eine Chance darstellt, die Attraktivität der Standorte für eine neue Generation von umweltbewussten Kunden zu sichern. Die Nutzung der vorhandenen, hochfrequentierten Flächen für nachhaltige Technologien war dabei ein logischer Schritt in der Evolution des modernen Warenhandels. Das Unternehmen begriff sich hierbei nicht nur als Verkäufer von Waren, sondern als Gestalter von Lebensräumen, die den Anforderungen einer mobilen Gesellschaft gerecht werden müssen. Durch die Verbindung von traditionellen Handelswerten mit innovativer Technologie wurde ein Fundament geschaffen, auf dem die aktuelle Ausbau-Offensive sicher aufbauen konnte. Diese Kontinuität in der strategischen Ausrichtung hat dazu geführt, dass famila und Markant heute nicht mehr nur als Supermärkte wahrgenommen werden, sondern als integrale Bestandteile einer zukunftsorientierten Infrastruktur. Die Vision eines klimaneutralen Verkehrs wurde so Schritt für Schritt in die Realität umgesetzt, wobei die regionale Identität stets als Kompass für alle unternehmerischen Entscheidungen diente.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der großflächige Ausbau der Ladeinfrastruktur durch famila und Markant die Art und Weise, wie Mobilität im Norden Deutschlands organisiert wird, nachhaltig verändert hat. Die Unternehmen schufen durch die Kombination von hoher technischer Leistung, 24/7-Verfügbarkeit und flexiblen Bezahlsystemen eine Lösung, die den Bedürfnissen der modernen Gesellschaft in hohem Maße entsprach. Das Projekt verdeutlichte, dass der Einzelhandel eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben wie der Energiewende übernehmen konnte, wenn strategische Weitsicht und regionales Engagement zusammenfanden. Für die Zukunft bedeutete dies, dass Handelsflächen verstärkt als multifunktionale Servicepunkte betrachtet werden mussten, die über den reinen Verkauf hinausgingen. Andere Akteure im Markt erhielten hiermit eine klare Blaupause, wie die Transformation vom klassischen Parkplatz zum modernen Energiehub erfolgreich vollzogen werden konnte. Letztlich profitierten nicht nur die Kunden von der massiven Zeitersparnis und dem Komfort, sondern die gesamte Region gewann an Attraktivität für Bewohner und Besucher gleichermaßen. Der Norden setzte damit ein deutliches Zeichen für eine pragmatische und kundennahe Umsetzung der Mobilitätswende, die als Vorbild für ähnliche Initiativen im gesamten Bundesgebiet diente.

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