Sonepar Realisiert Nachhaltiges Lichtkonzept für Bürogebäude

Die Modernisierung der Beleuchtung in einem voll vermieteten Bürogebäude stellt eine komplexe Herausforderung dar, bei der technologische Innovation, wirtschaftliche Vernunft und minimale Störungen des Betriebsalltags in Einklang gebracht werden müssen. Genau dieser Aufgabe hat sich der Elektrogroßhändler Sonepar im Auftrag der Engie Deutschland GmbH gestellt und für einen im Jahr 2003 errichteten Bürokomplex in München ein umfassendes Sanierungskonzept umgesetzt. Das Projekt, das auf einer Mietfläche von rund 16.200 Quadratmetern realisiert wurde, zielte darauf ab, die veraltete Beleuchtungsanlage durch eine hocheffiziente und zukunftssichere Lösung zu ersetzen. Sonepar übernahm hierbei die Rolle eines ganzheitlichen Partners, der den gesamten Prozess von der ersten Bedarfsanalyse über die detaillierte Lichtplanung und Produktauswahl bis hin zur Koordination der nachhaltigen Entsorgung der Altleuchten begleitete. Das Ergebnis ist ein Vorzeigeprojekt, das eindrucksvoll demonstriert, wie durch eine sorgfältige Planung und intelligente Produktauswahl signifikante Energieeinsparungen, eine verbesserte Lichtqualität und eine schnelle Amortisation erreicht werden können, ohne die bestehende Bausubstanz maßgeblich zu verändern.

Die Herausforderung und die maßgeschneiderten Lösungen

Minimale Eingriffe bei maximaler Wirkung

Die grundlegende Prämisse des gesamten Modernisierungsvorhabens war es, die Effizienz und Qualität der Beleuchtung im gesamten Gebäude drastisch zu steigern, während die baulichen Eingriffe und die damit verbundenen Störungen für die Mieter auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Angesichts der voll vermieteten Fläche von über 16.000 Quadratmetern war ein Konzept erforderlich, das auf schnellen, sauberen und unkomplizierten Installationen basiert. Die Lichtplaner von Sonepar entwickelten daher eine Strategie, die sich konsequent an der vorhandenen Infrastruktur orientierte. In den Hauptbürobereichen, die den größten Flächenanteil ausmachen, wurde dies durch den direkten Austausch von insgesamt 2.300 veralteten Einlegeleuchten realisiert. An ihre Stelle traten moderne, hocheffiziente LED-Panels, die exakt in die bestehenden Rasterdecken passten. Dieser Eins-zu-eins-Wechsel ermöglichte nicht nur eine zügige Montage, sondern verhinderte auch aufwendige und schmutzintensive Anpassungen an der Deckenkonstruktion.

Durch diesen gezielten Ansatz wurde eine signifikante Verbesserung der Arbeitsplatzbeleuchtung erreicht, die nun den aktuellen Normen entspricht und eine wesentlich homogenere und angenehmere Lichtverteilung bietet. Die Mitarbeiter profitieren von einer blendfreien und flimmerfreien Ausleuchtung, die die Konzentration fördert und Ermüdungserscheinungen vorbeugt. Gleichzeitig wurde der Energieverbrauch in diesen Bereichen drastisch gesenkt. Dieser Teil des Projekts demonstriert exemplarisch, wie durch eine intelligente Produktauswahl und eine auf die Gegebenheiten zugeschnittene Planung maximale Wirkung bei minimalem Aufwand erzielt werden kann. Die Entscheidung gegen eine komplette Neugestaltung der Deckenlandschaft sparte nicht nur erhebliche Kosten und Zeit, sondern trug auch maßgeblich zur Akzeptanz des Projekts bei den Mietern bei, da die Beeinträchtigungen ihres Arbeitsalltags verschwindend gering waren. Die Modernisierung wurde somit zu einem reibungslosen Übergang in eine neue Ära der Beleuchtungseffizienz.

Intelligente Lösungen für Verkehrs- und Sonderbereiche

Während in den Büros ein standardisierter Austausch möglich war, erforderten die Verkehrsflächen und Sonderbereiche des Gebäudes individuellere Lösungsansätze. Insbesondere die Erneuerung der 670 Downlights in den Fluren stellte eine besondere Herausforderung dar. Hier war die entscheidende Vorgabe, Leuchten zu finden, deren Einbaumaße exakt den vorhandenen Deckenausschnitten und -tiefen entsprechen. Jede Abweichung hätte bedeutet, hunderte von Deckenöffnungen manuell nachzuarbeiten – ein staub- und lärmintensiver Prozess, der den Betriebsablauf empfindlich gestört hätte. Den Lichtplanern von Sonepar gelang es nach sorgfältiger Recherche, alternative Leuchtenmodelle zu identifizieren, die sich passgenau in die bestehende Infrastruktur einfügten. In den sicherheitsrelevanten Treppenhäusern wurde zudem auf eine intelligente Steuerung gesetzt: Rund 50 Sensor-LED-Leuchten mit integrierter Präsenzsensorik und Notlichtfunktion sorgen für eine bedarfsgerechte und sichere Ausleuchtung, die nur dann die volle Leistung abruft, wenn sie wirklich benötigt wird.

Auch in den repräsentativen und gemeinschaftlich genutzten Zonen wurden durchdachte und ästhetisch ansprechende Lösungen umgesetzt. In der Kantine entschied sich das Planungsteam für moderne LED-Lichtkanäle aus schwarz lackiertem Aluminiumprofil, die an den exakten Positionen der alten Leuchten installiert wurden, um die vorhandenen Stromauslässe zu nutzen. Diese Lösung schafft nicht nur eine gleichmäßige Grundbeleuchtung, sondern bietet auch die Möglichkeit zur flexiblen Akzentuierung und steigert so die Aufenthaltsqualität. Ein gestalterisches Highlight wurde im Foyer gesetzt: Eine große, runde LED-Pendelleuchte, deren Form bewusst die runde Eingangstrommel der Drehtür aufgreift, fungiert als zentraler Blickfang. Durch ihre indirekte Abstrahlung zur Decke erzeugt sie eine hochwertige und einladende Atmosphäre, die Besucher und Mitarbeiter empfängt. Abgerundet wurde das Konzept durch die Ausstattung der Tiefgarage mit über 500 neuen, robusten LED-Feuchtraumleuchten, die eine langlebige und zuverlässige Ausleuchtung gewährleisten und somit das Sicherheitsgefühl in diesem Bereich erhöhen.

Integrierte Strategien für Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

Ein geschlossener Kreislauf für Mensch und Umwelt

Ein wesentlicher Aspekt, der dieses Projekt über eine reine technische Modernisierung hinaushebt, ist der ganzheitliche Nachhaltigkeitsansatz, der bei der Entsorgung der Altleuchten verfolgt wurde. Anstatt die demontierten Leuchten als Abfall zu betrachten, wurde ein geschlossener Rohstoffkreislauf realisiert. Hierfür nutzte Sonepar das Programm „Pracht Infinity“ des Leuchtenherstellers Pracht. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass der Hersteller nicht nur die eigenen, durch Neulieferungen ersetzten Leuchten zurücknahm, sondern das gesamte demontierte Altmaterial, unabhängig vom ursprünglichen Fabrikat. Dieser Service entlastete den Auftraggeber Engie Deutschland von der komplexen und kostenintensiven Aufgabe, eine fachgerechte und umweltverträgliche Entsorgung für eine große Menge an unterschiedlichen Leuchtentypen zu organisieren. Die gesamte Logistik für den Rücktransport wurde dabei von Sonepar koordiniert und sichergestellt.

Im Werk des Herstellers wurden die Altleuchten anschließend fachgerecht in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Wertvolle Materialien wie Metalle, Kunststoffe und elektronische Komponenten wurden sortenrein getrennt und als wiederverwertbare Rohstoffe aufbereitet. Diese Sekundärrohstoffe fließen direkt wieder in die Produktion neuer, hocheffizienter Leuchten ein. Dieser zirkuläre Ansatz reduziert nicht nur den Bedarf an neuen Rohstoffen und den damit verbundenen Energieaufwand und CO₂-Ausstoß, sondern minimiert auch das Abfallaufkommen erheblich. Das Projekt wird somit zu einem Musterbeispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Es zeigt, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Handeln keine Gegensätze sein müssen, sondern sich durch intelligente Partnerschaften und innovative Konzepte synergetisch ergänzen und einen messbaren Mehrwert für alle Beteiligten schaffen können.

Finanzielle Vorteile durch gezielte Planung

Neben der ökologischen Nachhaltigkeit stand die Wirtschaftlichkeit des Projekts von Beginn an im Fokus der Planung. Um die Investitionskosten für Engie Deutschland zu optimieren, wählten die Experten von Sonepar bereits in der Konzeptionsphase alle Leuchten und Komponenten gezielt so aus, dass sie die strengen Kriterien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) erfüllen. Diese vorausschauende Planung war die Grundvoraussetzung, um finanzielle Zuschüsse beantragen zu können und die Rentabilität der Maßnahme maßgeblich zu verbessern. Sonepar ging jedoch noch einen Schritt weiter und bot eine umfassende Unterstützung, die über die reine Produktauswahl hinausging. Über einen spezialisierten Partner aus seinem Netzwerk wurde die komplette Antragsstellung für die Fördermittel begleitet – von der Zusammenstellung der notwendigen technischen Dokumentationen bis zur finalen Einreichung.

Dieser proaktive Service führte zur erfolgreichen Bewilligung eines Investitionszuschusses in Höhe von 15 Prozent der gesamten Projektkosten. Diese direkte Reduzierung der Anschaffungsausgaben hatte einen entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Vorhabens. In Kombination mit den beeindruckenden technischen Ergebnissen ergibt sich ein äußerst positives finanzielles Gesamtbild. Die Berechnungen prognostizieren eine Energieeinsparung von fast 60 Prozent im Vergleich zur alten Anlage, was zu einer drastischen Senkung der laufenden Betriebskosten führt. Diese erheblichen Einsparungen sorgen dafür, dass sich die getätigte Investition in einer bemerkenswert kurzen Amortisationszeit von nur drei Jahren und drei Monaten rentiert. Das im Jahr 2024 begonnene und termingerecht abgeschlossene Projekt wurde somit zu einem vollen Erfolg, der technologische, ökologische und ökonomische Ziele mustergültig miteinander verband.

Abonnieren Sie unseren wöchentlichen Nachrichtenüberblick.

Treten Sie jetzt bei und werden Sie Teil unserer schnell wachsenden Gemeinschaft.

Ungültige E-Mail-Adresse
Thanks for Subscribing!
We'll be sending you our best soon!
Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal